Stephan Bleck

Stephan Bleck

Aufgewachsen in Neubukow in unmittelbarer Nähe zum 1992 gegründeten Geflügelhof meiner Großeltern, die auch privat schon immer Geflügel und Rassegeflügel hatten, kann ich mich eigentlich garnicht erinnern ob es auch Zeiten gab in denen ich nicht mit Geflügel in Kontakt gekommen bin. Zwar bleibt wohl meine amüsanteste Kindheitserinnerung, dass meine Oma im Hühnerstall ein Motorad stehen hatte, aber darüber hinhaus kann ich mich zu jeder Zeit an Enten, Hühner und Tauben erinnern. Nun gab es ehrlicher Weise auch eine Zeit in der ich mit Geflügel nicht viel am Hut hatte, aber mit 12 holten mich wohl dann doch meine Gene ein. Und so begann dann im Sommer 1999 mit dem Einzug meiner ersten eigenen Zwerg Welsumer auf dem großen Hof meiner Großeltern meine Rassegeflügelzüchterkarriere. Bereits im Frühjahr 2001 mussten diese allerdings silberfarbigen Zwerg Welsumern und gelb-schwarz-columbia Zwerg Wyandotten weichen. Im gleichen Jahr zogen auch mit blauhellschildig-gesäumten Deutschen Modenesern Schittie und roten Rostocker Tümmlern die ersten Tauben in meine Zuchtanlagen ein. in den folgenden Jahren folgten dann silberhalsige Zwerg Wyandotten, Zwerg Leghorn, schwarze Bantam, Smaragdenten, Zwergenten, Toulouser Gänse, orangebrüstige Moderne Englische Zwergkämpfer, gelbgeherzte Brünnerkröpfer und Elbinger Weißköpfe. Nach einigen Umstrukturierungen und Umbauten an meiner Zuchtanlage betreue ich heute rote Rostocker Tümmler, gelbgeherzte Brünnerkröpfer und orangebrüstige Moderne Englische Zwergkämpfer. Nebenher laufen einige birkenfarbige Niederrheiner und gesperberte Marans auf meinem weitläufigem Hof, damit der Rasen nicht ganz ungenutzt bleibt.

Stephan Bleck
Dorfstraße 3
18233 Neubukow
0174/9547958
rassegefluegel.neubukow.de.tl

Meine zur Zeit betreuten Rassen:


Niederrheiner birkenfarbig (seit 2016)
Das Niederrheiner Huhn wurde in den 1930er Jahren in Deutschland erzüchtet, um ein neues, schnellwachsendes Schlachthuhn zu kreieren. Das Ergebnis war ein Schlachthuhn, wie es in Deutschland dringend gebraucht wurde. Dennoch kam es mit ausgefallenen, teils ganz neuen Farbschlägen daher. Im Jahr 1943 erfolgte dann die Anerkennung als Rassehuhn. Anerkannt ist es in den Farben kenn-gesperbert, gelb-gesperbert, blau, birkenfarbig und blau-gesperbert. Das Niederrheiner Huhn ist ein großes, breit gebautes und mittelhoch gestelltes Huhn, das trotzt seiner Masse sehr beweglich ist. Der Hahn wiegt bis zu 4,5 Kilogramm und die Henne bis zu 3 Kilogramm. Der breite Körper ist füllig und hoch mit langem Rücken. Es ist ein guter Fleischlieferant und sehr schnellwüchsig. Aber auch bei der Legeleistung muss es sich nicht verstecken, im ersten Jahr legt die Niederrheiner Henne bis zu 200 hellbraune Eier. Sie sind sehr ruhig und werden leicht handzahm, sodass niedrige Einfriedungen völlig ausreichen.

Betreut wird die Rasse durch SV d. Z. des Niederrheiner- und Zwerg-Niederrheiner-Huhnes

Ich selber betreibe mit den Niederrheinern eher eine Erhaltungszucht zur Fleischproduktion. Zwar bleibt der Standard dabei nicht außer Acht, aber bei mir werden sie dann doch zur Erfüllung ihres eigentlichen Zuchtzieles gehalten. Dabei ist die Frohwüchsigkeit ganz beachtlich und die Eierleistung muss wirklich lobend erwähnt werden. Wenn man sieht wie schnell die kleinen Küken zu kompakten Schlachthühnern heran wachsen und mit welchen kräftigen Körpern sie aufwarten, ist es erstaunlich wie fleißig die Niederrheiner legen. Im großen und ganzen sind sie sehr ruhig und pflegeleicht. Auch der Trieb zur Naturbrut ist bei ihnen noch gut ausgeprägt und so eignen Sie sich recht gut für Neueinsteiger, wenn Sie damit leben können, dass die Hühner hin und wieder zur Brut schreiten wollen, wenn sie es nicht sollen.


Marans gesperbert (seit 2017)
Marans sind kräftige und robuste aber bewegliche französische Landhühner mit vollem, breitem aber nicht plumpem Körper und leicht befiederten Außenzehen. Das Gefieder ist straff anliegend.  Der Hahn wiegt bis zu 4 kg und die Henne bis zu 3.2 kg. Das wichtigste Rassemerkmal ist die Produktion von dunkelroten Eiern. Die Farbe reicht von rostrot über kastanienrotbraun bis dunkel schokoladenbraun, mit oder ohne feine Sprenkel oder unregelmäßigen Flecken. Ihre Geschichte reicht weit in die Vergangenheit zurück und nahm seit Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Platz in der Rassegeflügelzucht ein.

Betreut werden die Marans in Deutschland durch den Marans-Club Deutschland e.V.

Ich selber habe mir die Marans eben wegen der roten Eier angeschafft und halte sie hauptsächlich für die Eierproduktion. Sie sind sehr fleißige Legehühner und mit konsequenzen Auswahl der Bruteier nach Farbe lässt sie die rote Schale als wichtiges Rassemerkmal auch leicht erhalten. Durch ihre Größe eignen sich die Marans aber auch für die Küche. Der eigentliche Hingucker bleiben aber die Eier, auch wenn die Rasse mit interessanten Farbschlägen daher kommt. Die gesperberten habe ich gewählt weil sie im Moment noch recht selten in Deutschland vertreten sind.
 
Moderne Englische Zwergkämpfer (seit 2010)

VDT 2017, Gelbgeherzt
Brünner Kröpfer (seit 2014)
 
Rostocker Tümmler (seit 2001)


Meine Zuchtanlage: